Familienbegleitung

 

 

 

Familienbegleitung ist Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Unser Projekt Familienbegleitungversteht sich als niederschwelliges und unterstützendes Angebot, das Müttern, Vätern und anderen Erziehungs-berechtigten helfen soll, ihre Erziehungsverantwortung besser wahr-nehmen zu können. Familienpatenschaften finden demnach im Rahmen des § 16 SGB III (Unterstützung der Erziehungsleistung der Familie) statt.

 

Das Konzept orientiert sich an der Lebenswelt von Familien. Es berück-sichtigt den Alltag der Familien und versucht, die Menschen in ihrer persönlichen Umgebung bzw. ihrem Alltag zu erreichen, bewährte noch funktionierende soziale Zusammenhänge der Lebenswelt zu stützen und durch geeignete Hilfsangebote zu ergänzen.

 

·         Familienbegleitung versteht sich als präventives Unterstützungsangebot für Familien, die sich durch tiefgreifende familiäre Umbruchsituationen, z.B. die Geburt eines Kindes, Partnerschaftskonflikte, soziale Isolation, engen Wohnraum, Arbeitslosigkeit und den Kampf gegen Armut in einer Überforderungs- bzw. Überlastungssituation befinden.

 

·         Familienbegleitung ersetzt keine professionelle Hilfe und grenzt sich von der Sozialpädagogischen Familienhilfe im Rahmen des §8a SGB VIII eindeutig ab.

 

·         FamilienbegleiterInnen sind verständnisvolle Bezugspersonen, die respektvoll die Potentiale der Familie fördern und stärken, ohne ihnen Verantwortung abzunehmen oder sie mit Schuldzuweisungen zu belasten. Sie machen Mut, bieten praktische Hilfe in Belastungssituationen, geben Anregung für die Erziehung und Versorgung der Kinder.

 

·          FamilienbegleiterInnen z.B. zu den Früherkennungsuntersuchungen, unterstützen im Umgang mit Ämtern und Behörden, beraten in der Haushaltsführung und beim Umgang mit Geld, helfen  beim Aufbau eines sozialen Netzes, geben aber auch kreative Anstöße für den Alltag- wie Basteln, Malen, Schwimmen und andere Freizeitaktivitäten.

 

·          Familienbegleitung versteht sich als zeitlich begrenztes Unterstützungsangebot, das helfen soll, vorhandene Strukturen zu stabiliseren, Eigenkompetenzen zu fördern und zusätzliche Ressourcen zu erschließen.

 

Unsere Familienbegleiter/innen werden gründlich ausgebildet. Sie lernen die Grundlagen der Kommunikation, Deeskalation von Konflikten, Struktur und Aufbau der Kinder- und Jugendhilfe, vor allem aber der wichtigen Blick auf ihre Möglichkeiten und Grenzen.

 

Die Ausbildung beinhaltet Themen wie

§  Kindliche Entwicklungsstufen

§  Gewalt und Vernachlässigung

§  Umgang mit Familien in Krisen

§  Biografiearbeit

§  Hilfestellungen in der Familie

§  Praktische Fallarbeit

 

Die FamilienbegleiterInnen  werden begleitet und unterstützt von Fachkräften, die ihnen Praxisanleitung, Praxisberatung und Erfahrungsaustausch ermöglichen.

Durch diese Einbindung fühlen sich ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Tätigkeit wertgeschätzt und können schwierige Situationen schnell und kompetent bewältigen.

 

 

Nächste Ausbildungsreihe

 

es liegen noch keine neuen Termine vor.


 

Derzeit werden sechs engagierte Frauen als Familienbegleiterinnen geschult.